Warum immer neue Datenbank-Programme kaufen und sich über die Konvertierung in neue Formate ärgern? Es geht nämlich auch ohne. Für KMU, Vereine, Archive usw. gibt es die Möglichkeit einer Administration ohne Datenbank-Programm.
  
«Internet Information Server» (IIS), heisst ein Dienst, der in Windows 2000 und Windows XP Professional bereits enthalten ist. Zusammen mit Active Server Pages (ASP) lassen sich verschiedenartige Datenlandschaften anlegen und verwalten – mit ASP lassen sich alle anstehenden Aufgaben «kompilieren». Als Basis dienen Textdateien, entweder Tabellen (*.txt) mit Tabulatoren oder eigenen Steuerzeichen. Um die Arbeitsgeschwindigkeit aber nicht zu sehr zu beeinträchtigen, ist es am besten, wenn jeder Datensatz eine eigene, einfache Textdatei darstellt. Administratoren können jederzeit eingreifen und diese verändern, mit Texteditoren oder Tabellenkalkulatoren (Excel, Works Tabelle etc.).
  
Werden mehrere Arbeitsstationen benötigt, so muss nur in der Hauptstation der IIS-Dienst aktiv vorhanden sein – Windows 2000 oder XP Professional. Alle anderen Arbeitstation können mit einer minimalen Installation (Win XP Home Edition etc.), kleinen Harddisks und wenig Arbeitsspeicher (RAM) auskommen. Alle Aufgaben werden im Webbrowser erledigt, wobei zur Zeit der FireFox am besten empfohlen werden kann. Als reine Arbeitsstationen können auch Computer mit anderen Plattformen – MacOS oder Linux – angeschlossen werden. Alle Vorgänge laufen allein über das lokale Netzwerk, das vor Zugriffen aus dem Internet geschützt ist – Internetzugang via Router. Trotzdem lassen sich auch VPN-Zugänge (gesicherte, mehrfach verschlüsselte Zugriffe) einrichten.
  
Ein konkretes Beispiel ind der Schweiz im Zusammenhang mit yellownet: Es werden die Daten über eingegangene ESR-Zahlungen (VESR) abgeholt. Eine reine Text-Datei, die zur Zeit «vesr.v11» heisst, wird in einen bestimmten Ordner z.B. «downloads» gespeichert. Nachher wird im Browser ein Knopf angeklickt. Jetzt beginnt ein ASP-Script mit der Arbeit: Zahlungsdatum und -betrag werden in die Faktura-Blätter, bzw. Auftrags-Blätter hineingeschrieben, im Kontoblatt werden sodann pro Eingang die entsprechenden Zeilen hinzugefügt; schliesslich wird die Textdatei umbenannt und in einen bestimmen Ordner verschoben. – Für die Debitorenverwaltung werden die Daten aus den erwähnten Faktura-/Auftragsblättern gelesen. Die ganze Administration lässt sich für weitere Aufgaben ausbauen. – Selbstverständlich kann auch die gesamte ESR-Zeile zusammengesetzt werden, der Algorithmus Modulo 10 rekursiv berechnet dabei die Prüfziffern.
  
Einstweilen ist das Projekt nach «Adam Ries» benannt, dem Mathematiker in Erfurt und später in Annaberg, Erzgebirge, von dem 1518 das erste deutsche Rechenbuch gedruckt wurde. Es trug den Titel: «Rechnung auff der Linihen …», d. h. auf dem Rechentisch. Jetzt ist der Rechen-Tisch einem virtuellen Tisch gewichen, der in einem Webbrowser dargestellt wird.
  
Rechnen auf den Linien heute
Auf den ersten Blick geschieht das «Rechnen auf den Linien» im Computer-Zeitalter in den Tabellenkalulations-Programmen, etwa im Excel von Microsoft. Hier sind die Zellen von Linien umrandet und zwischen den Zellen, auf den Linien, existieren Beziehungen und Funtkionen, die auch mittels Formeln Werte ergeben. – Aber, wie gesagt, etwas komfortabler als mit Excel ist das Rechnen und Verwalten der verschiedensten Art mit einer Datenbanklösung, das vordergründig im Webbrowser abläuft.
  
 Das Büro im Webbrowser – ESR berechnen mit ASP – Beispiel online
    
Bruder Klaus
Niklaus von Flüe

       

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