Das Internet soll keine Einbahnstrasse sein und es soll keine statische Angelegenheit sein sondern es dem Besucher ermöglichen, sich selbst aktiv (interaktiv) zu engagieren. – Name ist Schall und Rauch … wenn nun aber im Folgenden ein paar Vorschläge und Beispiele aufgeführt werden, so ist das Thema damit noch lange nicht erschöpft, es lassen sich mit der «interaktiven» Methode sehr viele Aufgaben wahrnehmen.
  
Allerlei ASP, PHP, JavaScript und FileMaker
Sehr viele Webserver ermöglichen es von der Software her, Websites dynamisch und interaktiv zu gestalten. ASP ist im Prinzip auf allen Windows-Servern installiert und auch auf Unix mit Chili-Soft funktionsfähig. Anbindung von diversen Datenbankformaten (z.B. MS-Access oder einfache Textdatenbanken) gehört dazu, wie auch verschiedene Spezialfunktionen (Vorschläge unten).
  
PHP läuft auf Unix und dessen Derivate, kann aber auch auf Microsoft Webservern (IIS) installiert werden. Auch PHP kann mit Textdatenbanken hantieren und ist dabei noch um eine Spur schneller.
  
JavaScripts in einer HTML-Datei ermöglichen zusammen mit dem Webbrowser (auch ohne Internetverbindung) die Lösung mancher Aufgaben, quasi als ein flexibles Programm.
  
Läuft auf einem Webserver FileMaker (MacOS oder Windows), können nicht nur gleichnamige Datenbanken angebunden werden, auch die Website selbst kann mit diesem Programm in der Navigation und in diversen Extrafunktionen dynamisch gestaltet werden.
  
Allerdings ist mit FileMaker Pro 7 Vorsicht geboten – eine Katastrophe! – FM7 rechnet teilweise falsch, es kann bestehende Formeln aus früheren Versionen nicht zuverlässig umsetzen.
 Ostern und entsprechend bewegliche Tage im Jahre X berechnen (ASP)
 ESR / VESR (oranger Einzahlungsschein) mit FileMaker und JavaScript
 Postleitzahlen Schweiz u. Liechtenstein (PHP, ASP und FileMaker)
 Passwort- und WEP-Schlüssel-Generator (Zufallswerte)
 Lottozahlen-Generator (JavaScript)
 Kryptografie – digitales Chiffrieren von Texten
  
Gästebuch
Eines der ältesten interaktiven Einrichtungen im Web – wenn auch etwas aus der Mode gekommen – ist das Gästebuch. Es diente als Feedback und war ansatzweise auch zugleich eine offene Diskussionsplattform. Die Besucher können auf einer bestimmten Seite in ein Formular Texte und weitere Daten eintragen, nach dem Klick auf den Button «Eintragen» (oder wie auch immer der Knopf heissen mag), erscheint der Beitrag sofort und ohne Zensur auf der entsprechenden Homepage. Ein Blog (Web-Log ist den Gästebuch sehr ähnlich, nur dass es in Bezug auf die Schreibrechte weniger öffentlich ist.
 Gästebuch, virtuelles Anschlagbrett (Beispiel)
  
Forum und Chatroom
Das Forum ist dem Gästebuch sehr ähnlich. Man kann es mit oder ohne Zensur betreiben, d.h. man kann die Beiträge zuerst als E-Mail empfangen, prüfen und dann laufend manuell in eine bestimmte Seite hineinkopieren, oder man kann die Beiträge auch sofort erscheinen lassen. Bei jedem Thema (Thread) wird eine neue Datei erstellt und auf einer Verzeichnisseite entsprechend verlinkt. Um das Forum gegen Missbräuche etwas zu schützen, kann man auch den Zugang mit Passwörtern einschränken. – Der Chatroom ist ebenfalls eine Plattform zur Diskussion, mit dem Unterschied, dass hier die Beiträge in schneller zeitlicher Abfolge eingegeben werden, so dass ein synchroner Meinungsaustausch möglich ist.
  
Brauchen Sie für Ihre Website zu irgendeinem Themenbereich ein Forum? Dann nehmen Sie mit ZugerWeb Kontakt auf. – Hier nun das Beispiel von ZugerWeb:
 Forum für Computerfragen (Diskutieren Sie mit!)

  
Kolumne … immer aktuell sein
Eine Homepage kann man gegebenenfalls auch als Internet-Zeitung, als Online Magazine betrachten. Um immer aktuelle Texte anbieten zu können, müssen deren Verfasser nicht unbedingt technische Kenntnisse über das Hinaufladen von Files auf den Server haben. Mit dem Webbrowser können sie jeweils eine bestimmte Datei, die nur auf ihrem PC geöffnet werden kann und zudem einen oder zwei Schlüssel enthält, einen Text eingeben. Auf dem Server nimmt eine verborgene Datei mit einem Script den Text entgegen und speichert ihn in einem Ordner. Eine Seite auf der Homepage ist bereits dafür vorbereitet, um den Text sofort und formatiert darzustellen.
  
Tagesmenü eines Restaurants
Ähnlich wie bei der Kolumne, kann der Gastwirt in einem Formularfeld einer nur in seinem PC gespeicherten Webdatei das Tagesmenü eingeben, dann auf «Ausführen» (oder ähnlich) klicken, und schon ist sein Tagesmenü im Internet.
  
Anschlagbrett, Veranstaltungskalender, Preisschild usw.
Schnell und problemlos Texte veröffentlichen, jeder Aufgabe hinsichtlich Internetdarstellung gewachsen sein, sofort dem Informationsnotstand begegnen, mit aktiven Seiten bleibt man nicht im Regen stehen. Komplexere Darstellungen und Formatierungen, sogar in Tabellenform, lassen sich mit Hilfe von eigens definierten Steuerzeichen (Codes) realisieren – auch unter Zuhilfenahme von vorbereiteten Excel-Dateien (kompatible Programme: Star-Office usw.), wo die Steuerzeichen in einer Spalte stehen und nach unten ausgefüllt werden können. Dann von links oben bis nach rechts unten markieren, in die Zwischenablage kopieren und in einem Formularfeld der lokal gespeicherten Webdatei einfügen; absenden und schon ist alles erledigt. So kann der Inhaber einer Domain immer aktuell bleiben. – Ein Hotelier kann z.B. die Preise seiner Zimmer – in CHF und in Euro – immer sofort gemäss der aktuellen Lage aktualisieren, auch wenn es nur darum geht, die Kurschwankungen des Euro sofort einzuberechnen.
  
Zähler … Statistik
Auch Zugangszähler sind aktive Elemente im Web. Eine verborgene Textdatei enthält eine Zahl, der bei jedem neuen Besuch eins hinzugezählt wird. Manchmal macht man sich dies auch viel zu einfach, so dass ein Besucher auf der Homepage blättert und mehrmals auf die Startseite mit dem Zähler zurückkehrt jedes Mal gezählt wird. Das muss nicht sein. Der Zähler kann sich die IP (= Internetadresse) des gerade anwesenden Besuchers merken und ihn so nur einmal zählen. Bei stark frequentierten Sites kann das Ganze noch auf mehrere IP's (mehrere Besucher) erweitert werden usw. – Die Darstellung des Zählers ist wählbar, entweder als reiner Text oder in grafischer Form, sowie mit oder ohne vorausgehenden Nullen (feste Anzahl Stellen). Wie auch immer, auch hier sollte womöglich auf ästhetische Kriterien geachtet werden.
 Beispiele Zugriffs-Zähler
  
Feedback, Anmeldung, Bestellung, Mitteilung
Besucher können auf der Website Mitteilungen an vordefinierte Stellen machen, Waren bestellen oder sich für einen Kurs anmelden usw. Diese Feedbacks können auf der Empfängersein in Form von E-Mails entgegengenommen werden – eine Kopie geht unmittelbar an den Absender. Die Empfänger-Adressen lassen sich auf Wunsch sogar verbergen, so dass sie nicht für dubiose Massensendung irgendwelcher Leute missbraucht werden können. Es ist aber auch möglich, dass die Mitteilungen nicht als E-Mail ausgegeben werden sondern in eine Textdatei hineingeschrieben werden, die dann mit einer Passwort geschützten Seite mit dem Webbrowser betrachtet werden können. Aber wie auch immer, es ist möglich und sinnvoll, die Rückmeldung so zu gestalten, dass die enthaltenen Angaben zeilenweise in eine Datenbank importiert werden können.
  
Eigene interne Suchmaschine
Eine Stichwort-Suche auf der Homepage (eingeschränkt auf die jeweilige Website) kann für den Besucher nützlich sein – besonders wenn der Umfang, der Inhalt nicht mehr so klein ist. Diese virtuelle Maschine auf Ihrer Homepage liefert eine Liste zurück mit all den Dateien, welche die betreffenden Stich-Wörter enthalten – selbstverständlich kann man auch gewisse Dateien hiervon ausschliessen. Der Titel der angezeigten Dateien ist jeweils mit einem Link versehen; ein Anklicken öffnet diese sofort.
 Suchen
  
Online-Shop – virtueller Warenkorb
Etwas Faszinierendes im Web sind die Online-Shops. Eine komplizierte Einrichtung? Keineswegs. Im Gegensatz zum einfachen Bestellformular kann hier der Kunde auf einer Seite die Artikel in Bild und Text begutachten. Beim ersten Mal, wenn er etwas in den virtuellen Warenkorb legt, wird im Hintergrund eine Textdatei mit seiner Internet-Adresse (IP) und dem Datum erstellt. Am Schluss muss er noch Name und Adresse eingeben. Beim «Absenden» der Bestellung ist die Textdatei fertig erstellt, und sie wird entweder als E-Mail dem Geschäft zugestellt oder aber in einer Datenbank abgelegt. Für KMU genügt es, die Bestellung als E-Mail zu empfangen. Wichtig ist, dass der Kunde sehen kann, dass er in einem richtigen Online-Shop einkauft – und das völlig ohne Cookies. Ferner sollte man sich über Sicherheitsmassnahmen Gedanken machen. Für den Streitfall und zur Vorbeugung sollen die Besucher wissen (Allg. Geschäftsbedingung, Disclaimer), dass Missbräuche nicht unentdeckt bleiben. Um noch sicherer zu gehen, können anonyme Surfer sogar ausgeschlossen werden, ebenso andere Gruppen.
  
  Bruder Klaus
Niklaus von Flüe

       

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